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Streuobstwiese

Unsere Streuobstwiese — ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Unsere Streuobstwiese

Der Obst- und Gartenbauverein Edling besitzt eine wunderschöne Streuobstwiese, die als Lebensraum für Pflanzen und Tiere dient und alte Obstsorten bewahrt.

Die Geschichte

Der OGV Edling und der Arbeitskreis Ökologie Edling hatten seit langem den Wunsch, eine Streuobstwiese als neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu schaffen. Dabei sollten sich interessierte Bürger und Familien über Baumpatenschaften beteiligen können.

Als die Gemeinde Edling im Jahr 2001 Grundstücke zur Erweiterung des am nördlichen Ortsrand gelegenen Wasserschutzgebiets erwarb, stellten beide Vereine einen Antrag auf Überlassung eines Teilbereichs. Vom Edlinger Gemeinderat wurde am 13. Dezember 2001 der einstimmige Beschluss gefasst, dass die Fläche (19.175 m², gut 5,5 Tagwerk) dem OGV Edling sowie dem Arbeitskreis Ökologie unentgeltlich und auf unbestimmte Zeit zur Anlage der Streuobstwiese überlassen wird.

Planung und Pflanzung

In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Rosenheim, Sachgebiet Gartenbau, wurde ein Pflanzplan erarbeitet. Die Pflanzabstände wurden großzügig bemessen, damit die Wiese auch in Zukunft mit landwirtschaftlichem Gerät gemäht werden kann.

Bei der Sortenauswahl wurde auf bewährte Streuobstwiesen-Sorten geachtet, überwiegend in Hochstammform:

  • Sortenempfehlung der Kreisfachberater
  • Geringe bis keine Anfälligkeit für Feuerbrand
  • Frühe-, Herbst- und Lagersorten
  • Eigene gute Erfahrungen und gewünschte Geschmacksrichtungen

Am Samstag, den 23. März 2002 startete bei kaltem Frühjahrswetter die große Pflanzaktion. Unter Anleitung von Baumwart Hans Fröschl galt es, insgesamt zu pflanzen:

  • 🍎 30 Apfelbäume
  • 🍐 7 Birnbäume
  • 🍑 16 Zwetschgen-, Kirschen- und Reneclaudenbäume
  • 🌰 10 Walnussbäume

Heimische Laubgehölze wurden für die Hecken ausgesucht, in denen zahlreiche Tierarten ihren Lebensraum finden sollen.

Ziele der Streuobstwiese

Die Streuobstwiese dient verschiedenen gemeinnützigen Zielen:

  • Umwelt- und Naturschutz — Erzeugung und Erhaltung einheimischer Obstsorten
  • Wissensvermittlung — Im Umgang mit Kulturpflanzen für Jung und Alt
  • Einbeziehung der Umgebung — Rücksicht auf vorhandene Strukturen
  • Gestaltung mit einheimischen Gehölzen
  • Naturbelassene Flächen ohne Maßnahmen zur Kultivierung

Baumpatenschaften

Rund 80% des Baumbestandes wurde in der Anfangsphase an Baumpaten vermittelt. Der Rest verblieb zur Pflege bei den beiden Trägervereinen. In den Patenschaftsverträgen wurden die Rechte und Pflichten der Paten festgelegt.

Das Bestreben aller Beteiligten und Freunde der Streuobstwiese ist, auch in Zukunft aktiv und engagiert weiterzuarbeiten — zum Wohle und zum Erhalt der Kulturlandschaft unserer Heimat, für uns und für zukünftige Generationen.